Krankengeld: Höhe, Dauer und Berechnung
Ab der 7. Woche Krankheit zahlt die Krankenkasse Krankengeld: 70 Prozent vom Brutto, höchstens 90 Prozent vom Netto. 2026 sind das maximal 135,63 Euro pro Tag. Davor, in den ersten 6 Wochen, zahlt der Arbeitgeber den Lohn weiter. Insgesamt gibt es Krankengeld bis zu 72 Wochen für dieselbe Krankheit.
Wenn du länger krank bist, zahlt erst dein Arbeitgeber 6 Wochen deinen vollen Lohn weiter.
Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld: 70 Prozent des Bruttogehalts oder 90 Prozent des Nettos, maßgeblich ist der niedrigere Betrag.
Für dieselbe Krankheit ist der Anspruch insgesamt auf 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren begrenzt. Nach Ende der Lohnfortzahlung bleiben praktisch höchstens 72 Wochen Krankengeld.
Wichtig: Folge-Krankmeldungen müssen ohne Lücke anschließen. DAK weist ausdrücklich darauf hin, dass bei Wochenenden der nächste Werktag reicht.
Das Krankengeld ist gesetzlich geregelt und soll dein Einkommen bei längerer Arbeitsunfähigkeit absichern. Für 2026 ist vor allem wichtig: Die allgemeine Logik bleibt gleich, aber der Höchstbetrag steigt über die neue Beitragsbemessungsgrenze auf 135,63 Euro pro Tag. Teuer werden in der Praxis vor allem Lücken in Folge-Krankmeldungen und fehlende Unterlagen, wenn die eAU ausnahmsweise nicht sauber läuft.
Wie viel bekommst du?
Der eigenständige Rechner berücksichtigt Brutto und Netto, zeigt die begrenzende Regel und berechnet auf Wunsch den üblichen Zahlungsbeginn.
Brutto, Netto und Zeitraum in einer Rechnung. Deine Eingaben bleiben im Browser.
Die Eckdaten
| Punkt | Regelung 2026 |
|---|---|
| Höhe | 70 % vom Brutto, max. 90 % vom Netto |
| Höchstbetrag | 135,63 € pro Tag (brutto) |
| Beginn | ab Tag 43 (7. Woche) |
| Davor | 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber |
| Höchstdauer | 78 Wochen in 3 Jahren je Krankheit, davon max. 72 Wochen von der Kasse |
| Abzüge | Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung |
Eine Lücke in der Krankschreibung. Folge-Krankmeldungen müssen ohne Unterbrechung anschließen. DAK formuliert das für Versicherte ausdrücklich so und ergänzt: Bei Wochenenden reicht der nächste Werktag. Prüfe im Zweifel direkt bei deiner Kasse, ob die Folge-AU rechtzeitig eingegangen ist.
So bekommst du es
- Lückenlos krankschreiben lassen. Folge-Krankmeldungen müssen ohne Lücke an die vorherige anschließen.
- eAU im Blick behalten. Heute läuft die Krankmeldung meist elektronisch zwischen Arztpraxis, Kasse und Arbeitgeber. In Ausnahmefällen musst du selbst einreichen.
- Eingang prüfen. Krankengeld gibt es, sobald die Krankmeldung bei der Kasse angekommen ist. Wenn Unterlagen fehlen, sofort nachreichen.
- Auf das Ende achten. Vor Ablauf der 72 Wochen rechtzeitig klären, wie es weitergeht: Reha, Erwerbsminderung oder Arbeitslosengeld.
Krankengeld ist deutlich weniger als dein Nettolohn, plane das ein. Bei hohem Gehalt greift schnell der Höchstbetrag. Nach 72 Wochen folgt die Aussteuerung, kümmere dich früh um den Anschluss, sonst entsteht eine neue Lücke.
Häufige Fragen
Wie hoch ist es?
70 % vom Brutto, höchstens 90 % vom Netto, 2026 maximal 135,63 € pro Tag.
Ab wann?
Ab der 7. Woche, davor zahlt der Arbeitgeber 6 Wochen Lohnfortzahlung.
Wie lange?
Bis zu 72 Wochen von der Kasse, 78 Wochen inklusive Lohnfortzahlung.
Quellen
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Sozialversicherungsrechengrößen 2026
- Bundesministerium für Gesundheit: Krankengeld
- DAK-Gesundheit: Krankengeld für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
- DAK-Gesundheit: Wie lange erhalte ich Krankengeld?
- DAK-Gesundheit: Elektronische Krankmeldung (eAU)